Fumo Raupe Komatsu D65 WX-18 / Umbau auf Planetenantrieb

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    • Fumo Raupe Komatsu D65 WX-18 / Umbau auf Planetenantrieb

      Hallo liebe Modellbauer,

      ich starte hier den Umbau auf einen Planetenantrieb meiner Raupe von Fumotec. Seit Anfang 2015 besitze ich diese Raupe und wurde nur halbfertig, aus welchen Gründen auch immer. Irgendwie hatte ich keinen Bock sie fertig zu stellen.
      In diesem Jahr war ein Modellkollege mit seiner Raupe von Marcus Elicker des öftren bei uns im Parcour und ich habe sie öfters ausprobieren dürfen. Dann war auch sehr oft diese wunderschöne Liebherr Raupe von Premacon bei uns.

      Was soll ich sagen, neidvoll habe ich die Liebherr PR 736 beobachtet. Ein TRAUM wie sie dahin schob. Von da an war es klar, ich werde meiner Komatsu neues Leben einhauchen. Aber anders als die Serie welche es so nicht es zu meiner Zufriedenheit
      bringen würde.

      Abends mal Gedanken schweifen lassen, rumkonstruiert und am PC ein bissel gezeichnet. So kam ich meinen im Kopf spukenden Ideen immer näher, denn eins war klar:

      KRAFT PLUS GEWICHT = LEISTUNG

      Und die Kraft muss da hin wo sie abverlangt wird nämlich am Rad / Turas

      Vom Aufbau / Karossenmaße ähneln sich irgendwie alle, ergo passen da auch, mit Aufwand natürlich, Faulis rein. Meine Berechnung ergaben Faulhaber 2657 CR 12 Untersetzung 14:1, die sollen es werden mit nachfolgenden Planetensatz aus eigener
      Fertigung. Dazu habe ich schon länger Planetensätze aus alten Akkuschraubern rumliegen. Im Laufe der Jahre sammelt sich was an.

      Ran ging es!

      Material war auch ausreichend am Lager, Werkzeug ist in jeglicher Form vorhanden und bauen macht mir am meisten Spaß .

      Hinzu kam noch das Glück das ich auf der Messe in FH genau die Faulis die brauchte bei Lemo Solar mit 50% Nachlass ergatterte. Ein Kunde hatte die nicht abgenommen. Mein Glück!

      So, nun lass ich mal ein paar Bilder sprechen

      Als erstes habe ich ganz brutal aus einer 10mm Alu- Platte eine so genannte Prüfplatte rausgeschnitten und das Räupchen draufgeschraubt. Somit hatte ich die Punkte der Turasachse und der der Seitenschiffe.
      dazu vorher die Raupe komplett zerlegt.

      die Messingröhrchen als Schiebemuffe, passt!!




      Den alten Antriebskasten genau vermessen und erstmal aus Polystrol, man weiß ja nie, die spätere Aufnahme des Planetengetriebe rausgeschnitzt. Passte bis auf eine Kleinigkeit bestens, boaah das war schon vielversprechend.







      und hier die Motörchen, die alten und die leckeren schlanken supergeilen Neuen




      jetzt die für mein Projekt die Planetengetriebe, die sich in fast allen Akkuschraubern befinden. Bockhart und Schei... zubearbeiten. Aber geht nicht gibs nicht. Schließlich soll es ewig halten.



      so, das soll es für heute gewesen sein. Wird sowieso ein Langzeit Projekt.

      Schöne Festtage euch allen :hand:

      Gruß
      Volker
      Volksschüler ohne Abbitour / Durchschnittsnote = befriedigend



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    • Bist du dir mit den Akkuschrauber PLG's sicher? Ich habe selbst einige in Verwendung von verschiedenstens Herstellern und werde zukünftig definitiv keine mehr verbauen. Die sind mir einfach zu grob gefertigt, das Material ist auf die Lebenserwartung eines Akkuschraubers ausgelegt und dem entsprechend nicht sehr haltbar.

      Ich will dir das nicht madig reden. Aber wenn du schon Faulis als Motoren hast dann sollte dahinter auch was vernünftiges kommen damit du lange damit Spaß hast.
      Gruß
      Fabian
    • Fabian ich kann da überhaupt nichts negatives von berichten. Meine stammen aus den Anfang 2000der Jahren. Da hatte ich verschiedene gesammelt. Schon in meinem damaligen
      ersten Bagger habe ich diese verbaut und alles tadelos, Null Verschleißspuren. Nur brauch ich da entsprechende Wendeplatten für die Bearbeitung, schweinehart das Zeug

      Hier mal ein Auszug davon






      Gruß
      Volker
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    • Hallo Volker,

      Interessanter Baubericht.

      Ich habe auch eine von Fumotec, jedoch hab Ich die mit Brushlessmotoren genommen. Die hat von der ersten Umdrehung, mit geringster geschwindigkeit sofort Power ohne ende.
      Bin noch am Überlegen, ein bisschen Bleikugeln einzubauen.

      Zu der Bearbeitung der gehärteten Teile, mein Tip: aufgelötete Hartmetallplätchen mit "roter markierung" , (Typ K) ,für Harte Werkstoffe, nicht mit einer "gelben" (Typ M) oder "blauen" (Typ P) markierung, nehmen. Diese kann man auch passend in Form schleifen, sowie nachschleifen. Nachteil ist leider, das man eine Diamantscheibe zum schleifen braucht.
      Gruß Simon

      MAN TGS Euro5 6x6 DSK, MAN TGS Euro6 4x4 DSK, KOMATSU D65 WX17, Liebherr 944B, Liebherr 956, Unimog 411, CAT Walzenzug


    • weiter geht es mit dem herstellen des Planetengetriebes. Das Hohlrad musste dazu auf Maß abgedreht werden. Das Material scheint irgend etwas gepresstes oder gesintertes zu sein.
      Als wenn ich in Sand drehe, kleinste Körnchen und höllisch aufpassen musste ich, da die Wandstärke im Grund nur noch ein Millimeter stark war. Sonst droht es auseinander zu brechen.
      Eins habe ich schon in die Tonne geworfen, 4 gebrochene Stücke ,grrr. Also nochmal das Ganze. Das abstechen auf 10mm verlief reibungslos.

      Der Planetensatz hat eine Untersetzung von 6:1, rechnerisch insgesamt eine Abgangsdrehzahl von 70 U/min am Turas

      Das Gehäuse selber war reine Fleißarbeit


      Die Bilder von der Fertigung


      das Gehäuse







      die Aufnhme für das Sonnenrad







      und 2mm Gewinde schneiden mit dem Gewindeapparat, insgesamt 20 Stück




      die fertigen Planetenteile, ganz oben das Original vor der Bearbeitung, Hohlrad und Planetenträger





      hier mal alles auf einen Blick




      Planetenstufe mit kräftigen Kugellager und Anlaufscheibe







      und hier alles zusammengebaut, surrt wie ein Schweizer Uhrwerk 8o



      so soll es mal werden, der Weg ist das Ziel



      für heute ist erstmal wieder Schluß, jetzt Familie.....


      Gruß
      Volker
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von VolkerG ()

    • Topp Arbeit Volker. Sieht richtig gut aus und ist bestimmt für die Ewigkeit. Was soll bei der Härte der Materialien schon passieren. Akkuschrauber sind schließlich drauf ausgelegt, das man per Hand eine Schraube nachziehen kann. Dabei treten noch ganz andere Kräfte auf, als jemals in unseren Modellen. :thumbsup:
      Gruß Sven
      Geht nicht gibt's nicht, geht höchstens noch nicht. :D
      Mein Scania
      Claas Axion 850
      John Deer 7930
    • Moin,

      danke euch.


      SimHen schrieb:

      Hallo Volker,

      Interessanter Baubericht.

      Ich habe auch eine von Fumotec, jedoch hab Ich die mit Brushlessmotoren genommen. Die hat von der ersten Umdrehung, mit geringster geschwindigkeit sofort Power ohne ende.
      Bin noch am Überlegen, ein bisschen Bleikugeln einzubauen.

      Zu der Bearbeitung der gehärteten Teile, mein Tip: aufgelötete Hartmetallplätchen mit "roter markierung" , (Typ K) ,für Harte Werkstoffe, nicht mit einer "gelben" (Typ M) oder "blauen" (Typ P) markierung, nehmen. Diese kann man auch passend in Form schleifen, sowie nachschleifen. Nachteil ist leider, das man eine Diamantscheibe zum schleifen braucht.
      Simon zu den Motoren da wirst Du mit den Brushless nicht das feinfühlige und laaangsame steuern erreichen, das gelingt tatsächlich nur mit den Faulis. Dies ist auch ein Grund warum ich mich für diesen Umbau entschieden habe.

      zu den Drehstählen, da habe ich ausschließlich Wendeplatten für entsprechende Materialien. Trotzdem danke für den Tipp, es lesen ja auch andere hier die solche Drehstähle evtl. haben.

      Gruß
      Volker
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    • Nabend allerseits,

      auch am 1. Weihnachtstag möchte ich euch mit Bild und " Ton" versorgen.

      Jetzt ist die Aufnahme der Faulhabermotoren dran. Der Motorträger musste sehr genau will heißen hundertprozentig winkelig sein, sonst kämen die Kegelräder nicht so wie sein soll.
      Dazu habe ich meine Fräse mit Meßuhr erstmal abgefahren. Ein bis zwei hunderstel Winkelfehler das ist schon ganz ordentlich. Also den Messingblock aufgespaannt und los ging es.
      Auch musste ich ihn einmal umspannen auf dem Frästisch, einmal für den Lochkreis der Motoren und einmal für die Herstellung des Sacklock von d=26mm um die Motoren reinzustecken.
      Dazu habe ich immer den gleichen Nullpunkt genommen um nicht ins schwitzen zu geraten.

      Und wie man auf den nachfolgenden Bildern sehen wird hat alles tip top gepasst. Schön wenn man präzise arbeiten kann, das ist absolut meins!!!

      Hier die Bilder dazu


      die erste Seite ausspindeln



      mit dem Kantentaster den Nullpunkt suchen und dann die seitlichen Bohrungen Gewinde M3 herstellen




      mit Digitalmesssystem, erleichtert so manches




      fertig, zwischen dem Planetenträger und dem Messingblock sieht man die zwei Führungsstücke. Später soll von oben der ganze Motorblock eingeschoben werden
      und dann rechts und links von außen mit jeweils 2 Senkkopfschrauben gehalten werden. Die Führungsstücke werden eingeschweißt bzw. mit dem Lampert gepunktet

      Die Kegelräder sind aus C 45 und werden noch gehärtet aber das erst später.







      Ich hab mir aus einem Stück Alu ein Kontrollstück gedreht der genau das Maß vom Messingblock besitzt. Geht saugend dazwischen. Da war ich schon begeistert das das
      so passte.




      Der abschließende Probelauf war absolut top, genau wie ich mir das vorgestellt hatte. Minimalstes Spiel in dem Getriebe


      und hier schon mal ein Gewichtsvergleich, bissel schwer zu erkennen 838gr zu 1224gr. Es geht voran






      Tja, das war es vorerst schon wieder.

      Bis denne
      Volker
      Bilder
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