Grundlegende Fragen zu Hydraulischen Radladern

  • Frage Hydraulik

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Hallo Leute,
wie jedes Jahr, werden wir auch dieses Jahr wieder unser Winterforumstreffen veranstallten.
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  • Grundlegende Fragen zu Hydraulischen Radladern

    Hallo

    Mich reizt es einen Radlader aufzubauen. Die Idee ist auf der Basis eines Magom Liebherr 574 einen eigenen
    Lader resp. ein anderes Modell zu bauen. CTI mit den E Zylindern wäre auch eine Option. Aber irgendwie liest
    man in jedem Bericht von defekten Zylindern und anderen Sachen die nicht wirklich laufen wollen.
    Desshalb und auch weil mir Steuerungstechnik sehr gefällt möchte ich es mit Hydraulik versuchen.


    Auch wenn ich wärend der Ausbildung schon mit Hydraulik zu tun hatte gibt es Unsicherheiten.
    Google hat mir schon viele Fragen klären können aber bei ein Paar Sachen bin ich noch unsicher.

    Antrieb:
    Ist es Richtig das alle 4 Motoren Parallel an einen Regler kommen? Reichen da 40A?
    Könnte man auch einen Regler (z.B. 16A) pro Achse nehmen und Via Y Kabel auf den Empfänger?

    Wie schwer darf ein Modell Sein das die Antriebsmotoren kein Schaden nehmen?

    Pumpe:
    Über die Magom Pumpe liest man eher schlechtes (Stromverbrauch, Lärm). Daher würde ich es mit einer Leimbach
    Pumpe (Bürsten Motor, mittlere Grösse resp. fördermenge 350 cm3/min) versuchen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe lässt Magom ihre Pumpe nur langsam laufen und über einen Mischer
    wird bei Zylinderbewegung die Pumpendrehzahl erhöht.

    -Wird das bei allen Hyd. Systemen so gemacht?
    -Ist das für die Zylinder geschwindigkeit? Diese wird doch öber das Ventil gesteuert oder?
    -Würde die obengenannte Leimbach Pumpe die ganze zeit mit 12V laufen?


    Die Fragen sind zum Teil sicher sehr Allgemein gestellt, es geht mir vorallem darum grössere Denkfehler auszuschliessen
    und ein gefühl dazu zu bekommen.


    Besten Dank und Gruss
    Manuel
  • Stingray_SR schrieb:

    Antrieb:
    Ist es Richtig das alle 4 Motoren Parallel an einen Regler kommen? Reichen da 40A?
    Könnte man auch einen Regler (z.B. 16A) pro Achse nehmen und Via Y Kabel auf den Empfänger?
    Wenn Du Bürstenmotoren verwendest, kannst Du diese parallel an einen Regler anschließen, oder auch für jeden Motor einen eigenen Regler verwenden.
    Bei brushless-Motoren MUSS jeder Motor mit einem eigenen Regler betrieben werden.
    Die benötigte Stromstärke hängt von den verwendeten Motoren ab....

    Stingray_SR schrieb:

    Wie schwer darf ein Modell Sein das die Antriebsmotoren kein Schaden nehmen?
    Auch das hängt u.a. von den Motoren, der Übersetzung... ab.

    Stingray_SR schrieb:

    Wenn ich das richtig verstanden habe lässt Magom ihre Pumpe nur langsam laufen und über einen Mischer
    wird bei Zylinderbewegung die Pumpendrehzahl erhöht.

    -Wird das bei allen Hyd. Systemen so gemacht?
    nein.

    Stingray_SR schrieb:

    -Ist das für die Zylinder geschwindigkeit? Diese wird doch öber das Ventil gesteuert oder?
    nein, die Pumpendrehzahl und somit Fördermenge beeinflusst zwar selbstverständlich die Zylindergeschwindigkeit, die Regelung der Pumpendrehzahl dient hier aber in erster Linie der Akkulaufzeit. Wenn kein Ventil betätigt ist, arbeitet die Pumpe die ganze Zeit gegen das Druckbegrenzungsventil und braucht dementsprechend viel Strom. Die Absenkung der Pumpendrehzahl im "Leerlauf" senkt somit die Stromaufnahme der Pumpe, wobei immernoch der Ölfluss aufrechterhalten bleibt. Wenn ein Ventil betätigt wird, hebt ein Mischer nun dementsprechend die Pumpendrehzahl an, so dass bei Bedarf der voller Druck und Fördermenge vorhanden sind.
    Prinzipiell könnte man per Mischer die Pumpe bei unbetätigtem Ventil auch ganz abschalten, dann jedoch besteht die Gefahr, dass Luftblasen im System entstehen, wenn das Ventil schneller öffnet, als die Pumpe Druck aufbaut... außerdem würde es mehr Strom benötigen, die Pumpe jedesmal aus dem Stillstand anlaufen zu lassen, als sie von der Grunddrehzahl zu beschleunigen,

    Stingray_SR schrieb:

    -Würde die obengenannte Leimbach Pumpe die ganze zeit mit 12V laufen?
    Nein, beim Bürstenmotor bedeutet höhere Spannung höhere Drehzahl, d. h. die Pumpe läuft nur bei "Vollgas" mit 12V.
    Gruß
    Jochen



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    Nur, wer die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat, darf auch klug scheißen...
  • Bei Motoren denkst du vermutlich mal an RB35, oder? Laststrom hatten wir mal bei ca. 2 A gemessen. Da wäre ein 40 A Regler ein bisschen viel ;)
    Die Motoren selbst habe ich in meinem Skidder drin, alle an einem S20 von Servonaut. Gewichtstechnisch fuhr ich einige Jahre bei 7,5 kg Eigengewicht plus das was hinten dran hängt rum. Geht, mehr Power ist aber besser. Habe ihn vor 2 Jahren auf 6 kg abgespeckt, jetzt geht er logischerweise besser. Also in dem Gewichtsbereich solltest du bleiben.Was ich bei dem allerdings generell mache ist den aufzubocken wenn ich ihn nicht bewege. Der steht im Keller auf zwei Holzböcken. Da freuen sich zum einen die Hohlkammerreifen (keine Standplatten, die hatte ich bei seinen 6 kg nämlich schon) und zum anderen die Lagerung der Abtriebswellen der RB 35.

    Noch mal einen Satz zur Pumpe: Ich persönlich halte nichts von Leimbach Pumpen. Für mich gehört Alu weder in eine Pumpe noch in Zylinder oder Ventile rein! (meine Meinung) Ein Kollege hatte in einer neuen Leimbach Pumpe sogar einige Späne(!!!) drin. Das gute Stück lief nicht, da hatte er mal rein geschaut. Daher kommen in meine Maschinchen nur Jung Pumpen rein. Da hast du was ordentliches. Die kannst du dir entweder selbst mit einem Antrieb versehen oder fertig kaufen.
    Gruß
    Fabian
  • Vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

    Was genau bei Magom verbaut ist weiss ich nicht. Aber denke das wird schon richtung RB35 gehen.
    Die 6 Kg sind ein guter Anhaltspunkt.

    Das mit den Pumpen muss ich mir in demfall noch mal anschauen. Habe nur gesehen das Leimbach gegenüber Magom besser sei.

    Gruss