CAT 385C L

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    • Hallo Leute,

      ich möchte Euch meine Langzeitbaustelle eines CAT 385C L im Maßstab 1:14,5 vorstellen.

      Den Rohbau des CAT habe ich 2008 gekauft, aber es ging nie richtig mit dem Modell voran. Ein paar Mal habe ich versucht mit dem Modell weiter zu kommen, aber es hat nie richtig geklappt denn es war meistens eher ein Rückschläge als das es voran ging. Deswegen stand der CAT in der Vergangenheit die meiste Zeit im Keller und wartete drauf, dass es wieder weiter geht. Anfang letztes Jahr hat es mich dann gepackt und ich habe den Bagger aus seinem Modellbauschlaf geholt.

      Da ich keine Drehe und Fräse habe um viele der benötigten Teile herstellen zu können, bin ich auf die Hilfe von Freunden und Lohnbetriebe angewiesen. Leider habe ich letztes Jahr schnell feststellen müssen, dass es sehr schwer ist ohne Konstruktionszeichnungen am Modell weiter zu kommen. Deswegen habe ich mir ein CAD Programm geholt und mich in dieses eingearbeitet.
      Mit der Konstruktion im CAD habe ich dann Mitte letzten Jahres begonnen, den derzeitigen Stand sehr ihr ja unten auf den Bildern. Ich muss aber dazu sagen, dass die Konstruktion dieses Modelles von einem Freund vor vielen Jahren gemacht wurde. Deswegen musste ich die Papierzeichnungen die ich von diesem Modell habe „nur“ in 3D konstruiert. Ein weiterer großer Vorteil den ich habe ist, dass dieses Modell schon bei meinem Freund Klaus läuft und ich deswegen auch von Ihm die „Schwachstellen“ und auch Tipps und Empfehlungen bekommen habe. Diese wurden dann auch in die Konstruktion eingearbeitet.
      Mit dem Umbau oder besser gesagt, mit dem beinahe Neuaufbau des Modells ging es dann Ende letzten Jahres los. Dabei haben wir versucht, einen Spagat zwischen „nahe am Original“ und einem gut funktionierenden Modell zu schaffen. Deswegen sieht das ein oder andere nicht zu 100% aus wie am Vorbild. Aber eine gewisse Freiheit ist ja auch erlaubt.

      Ursprünglich war das Modell ein CAT 385C LME, dass seht Ihr auf dem ersten Bild. Aber durch die Erfahrungen von Klaus, dass der LME für die meisten „Modellbaustellen“ nicht so geeignet ist, da die Reichweite einfach zu gering ist, wird es jetzt ein 358C L mit dem Standartausleger/General Purpose Boom (GP Boom) von 8,4 m und dem passenden Stiel von 3,4 m Länge dazu.

      Aber genug geschrieben, ich möchte Euch nun ein paar Bilder zeigen, denn die sagen ja mehr wie tausend Worte.

      Ursprungsmodell
      image112 Kopie.jpg

      Ein paar Bilder vom derzeitigen Baustand des Modells

      Laufwerksschiff






      Kontergewicht


      Oberwagen


      Drehkranz


      Ein paar CAD Screenshots
      Einige Bauteile sind derzeit noch "Platzhalter" und werden erst noch genau konstruiert









      So, demnächst geht es weiter, wird aber noch etwas dauern, denn ich warte noch auf einige Teile. Wenn diese da sind, gibts neue Bilder.
      Beste Grüße
      Holger
    • Super Holger :thumbsup: , vor allem dein Ansatz, mit dem Spagat zwischen Funktionalität und Scale gefällt mir gut, keiner hat Spaß beim spielen wenn das Modell 100% optisch original ist, aber z.B. zu wenig Leistung hat.
      Gruß Tobias
    • Hallo Leute,

      @tgadriver
      Ja, der Anfang ist gemacht ;)
      Aufgrund des etwas "stabileren" Umbaus, wurde die Überarbeitung des ein oder anderen Bauteils notwendig, denn das Gesamtgewichts läuft jetzt schon etwas aus dem Ruder gegenüber der anfänglichen Schätzung. Derzeit schätze ich, dass die 35 kg Marke gerissen wird.

      @Alexander
      Danke dir Alexander und ja es ist auch Zeit geworden. Ich muss dir ja auch noch danken, denn dein Schwenkgetriebe stand ja auch Pate für das meinige.

      @universum-schierling
      Wir versuchen ja schon, uns so nah wie möglich ans Original zu halten. aber alles Scale zu bauen geht halb nur sehr schwer. Vor allem wenn man auch die entsprechende Leistug im Modell haben möchte, auch wenn diese dann auch nicht mehr "Modellgerecht" ist. Deswegen auch die Abweichungen in manchen Abmaßen, damit die Komponenten auch stabil genug werden und auch die ein oder andere Reserve haben. Ich bin ja gespannt ob dieses Konzept aufgeht, dass wird sich aber erst die Praxis zeigen.


      Aber jetzt mal ein paar Angaben und Bilder zum Schwenkgetriebe

      Angetrieben wird das Schwenkgetriebe von einem Faulhaber 2342S012CR und einem Faulhaber Planetengetriebe 23/1 mit einer Untersetzung von 246 : 1

      Das gesamte Schwenkgetriebe hat mit dem Zahnrad im Drehkranz eine Gesamtuntersetzung von 1085 : 1. Rechnerisch sollten dies dann ca. 7,5 Umdrehungen des Oberwagen ergeben. Ich bin ja gespannt was real dann raus kommt, da ich keine Erfahrungen mit dem Wirkungsgrad der ganzen Konstruktion habe.

      Um alle entstehenden Kräfte auch langfristig übertragen zu können wurden alle Zahnrädern mit 3 mm Passfedern auf den Wellen formschlüssig gesichert. Diese Variante war aus unserere Sicht besser geeignet als eine Abflachung auf die Wellen zu fräsen und dann die Zahnräder mit Madenschrauben zu sichern. Ich hoffe, dass diese Entscheidung die richtige war.

      Die Langlöcher in der Grundplatte sind zum einstellen des Zahnflankenspiels vom Schwenkgetriebe zum Drehkranz.

      Auf der CAD Zeichnung ist die Drehdurchführung mit 6x 10A (Kaufteil) zu sehen.


      Zuerst mal die CAD Zeichnungen vom Getriebe (Ansicht und Schnitt)





      Zahnräder, Kugellager und Welle.
      Auf die Frästeile warte ich leider noch, aber ich hoffe, dass diese in den nächsten Wochen eintrudeln.









      Beste Grüße
      Holger
    • Hallo Holger

      Ich habe ähnlichen 385er Bagger in M 1 : 16 gebaut.
      Der hat ca 28 - 30 Kg. Da waren die ganzen Antriebsteile wie Wellen, Zahnräder, Gelenkwelle ohne Passfederverbindung. Ich wäre bald verrückt geworden. Bei jedem Testlauf ging dann was leer durch. Zum Test der Antriebsmotore habe ich mir dann ein Gewicht gemacht. So das der Bagger mit 46 Kg Gesamtgewicht getestet werden konnte.
      Bei allen Wellen, Zahnräder, machte ich Nuten. Wo es nicht ging z.B : Kegelräder, Gelenkwelle, machte ich die Abflachung wie bei den Antriebsmotore am Wellenzapfen schon war. Dazu nur noch Faulhabermotore verbaut.
      Ruhe ist !!!!
      Du machst das SUPER

      Gruss
      Sigi
    • Hallo Leute,

      Klaus hat ja schon geantwortet, ich ergänze es noch etwas, da ich nicht genau weisst, welche Platte du meinst

      Die Platte für das Schwenkgetriebe ist aus Messing und hat eine Stärke von 6 mm
      Die Platten für die Laufwerksbrücke sind aus Stahl und haben eine Stärke von 6 mm
      Die Grundplatte für den Oberwagen ist aus Aluminium und hat eine Stärke von 12 mm

      Ja, mit den CAD Daten legt man wirklich eine Gute Basis, vor allem da man halb im 3D vieles vorher schon abprüfen kann.
      Aber es steckt auch viel Arbeit drinnen, da brauche ich dir ja nicht viel zu erzählen.
      Beste Grüße
      Holger
    • Hallo Leute,

      für mein CAT 385C habe ich mir einen Satz 3-Steg Stahlketten zugelegt, welche in „mühevoller“ Arbeit zu 2-Steg Ketten umgearbeitet wurden (danke noch einmal dafür Klaus), da diese den Standardketten für den CAT so entsprechen.
      Wir haben die Ketten einmal provisorisch um das Laufwerk gelegt, so dass Ihr einen besseren Eindruck von den Ketten und dem Laufwerk bekommt. Auf den Bildern sind noch keine Laufrollen verbaut (sind in Auftrag gegeben, wird aber noch etwas dauern) und der Fahrantrieb samt Turas fehlt leider auch noch. Mal sehen, bis wann wir dafür die Frästeile bekommen. Wenn die fehlenden Teile eingetroffen und montiert sind, steht dem ersten Fahrtest schon beinahe nichts mehr im Wege.

      Aber lassen wir mal ein paar Bilder sprechen

















      Beste Grüße
      Holger
    • Hallo Leute,

      heute wollte ich Euch mal den derzeitigen Stand von der Laufwerksbrücke zeigen.

      Wir haben die Laufwerksbrücke etwas höher gebaut als im Original, da wir mit der neuen Drehdurchführung sonst in der Höhe nicht mehr ausgekommen wären. Wir hatten bis jetzt ja eine sehr flach aufbauende Eigenbau Drehdurchführung, sind aber auf ein Kaufteil umgestiegen welches sehr hoch aufbaut (siehe den Schnitt weiter oben vom Drehantrieb).
      Die Verstrebungen (10 x 25 mm) sowie die beiden Platten (6 mm) der Laufwerksbrücke sind auch ziemlich stabil gehalten . Es hat sich nämlich bei Klaus seinem Bagger in der ersten Version der Laufwerksbrücke gezeigt (welche nicht ganz so massiv gebaut war), dass sich diese durch die Belastungen des Oberwagen die Laufwerksbrücke, verwunden hat. Die jetzige Konstruktion ist aus unserer Sicht stabil genug um den Oberwagen über den Drehkranz ohne Probleme sauber zu tragen.

      Es fehlen leider noch ein paar Verkleidungsbleche und Drehteile um die Laufwerksbrücke sowie Laufwerksschiffe fertig zu stellen. Wir hoffen, dass diese in den nächsten Zeit eintreffen, damit wir den Unterwagen soweit fertig stellen können das er zum Pulverbeschichten gegeben werden kann. Der Unterwagen wird in RAL 7016 Anthrazitgrau beschichtet, bin schon richtig gespannt wie die Teile mit dieser Farbe aussehen werden.

      Wie auf dem Bild zu sehen, hat die Laufwerksbrücke derzeit ein Gewicht von ca. 4,5 kg, mal sehen in wie weit wir beim Unterwagen die 10 kg Grenze reissen werden.







      Beste Grüße
      Holger