Der Versuch eine Rüttelplatte preiswert zu erstellen

  • Hallo ,



    langsam kann ich verstehen das mich einige Kollegen für verrückt erlären bei der Menge meiner Projekte .


    Aber erstens stelle ich sie auch fertig und zweitens ich muß , wenn mir etwas in den Kopf kommt , es auch ausprobieren .


    So auch jetzt .


    Heute Morgen kam mir im Bett in den Sinn man könnte doch mal eine Rüttelplatte estellen .


    Die Idee ließ mich nicht mehr los .


    Also nach dem Frühstück erst einmal in die Werkstatt und sichten was ich denn für Material u.s.w. noch zur Verfügung habe .


    Das Ergebniss war positiv : es war noch 0,5 mm Messingblech vorhanden und auch zwei Vibrationsmotore .


    Die Motore waren eigentlich für ein anderes Projekt gedacht aber die kann ich mir jeder Zeit neu besorgen .


    Dann fing ich an zu bauen .


    Drei gleiche Messingbleche als Rüttelplatten und Eine als Verbindungsplatte zuschneiden , die Enden der zukünftigen


    Rüttelplatten im Winkel von 45° umbiegen , dann miteinander verlöten , ein Alu U-Profil zu schneiden , die seitlichen Löcher


    für die Kabelbinder bohren , mit sechs Bohrungen versehen und in Diese 3 mm Gewinde bohren , die Löcher auf die


    Rüttelplatten übertragen Bohren und senken , alles verschrauben , die Motore erst einmal mit Kabelbindern fixieren ,


    so verkabeln das sie gegenläufig arbeiten , entstören und testen .


    Rödeln nicht schlecht .


    So sieht der Rohbau aus .









    Muß mir jetzt überlegen wie es weiter geht .


    Jetzt erst habe ich entdeckt wie ich die Schrift wieder normal machen kann , egal jetzt bleibt es so .



    Grüße Bodo

  • Hallo Bodo,


    toll, was du dir so ausdenkst.
    Und gleich dazu einen Prototyp :wie geil;


    Ich habe aber zu deinen zwei Rüttelmotoren eine Anmerkung. So wie du sie fürs Foto ausgerichtete hast, stehen die Gewichte toll in einer Flucht.
    Im Betrieb laufen die Motoren aber ganz sicher auseinander, dann schlagen die Gewichte nicht gleichsinning (eher unsinnig :wacko ).
    Das wird bedeuten, dass sich die Rüttelwirkung zum Teil aufhebt (ein Gewicht oben, eins unten) und/oder die Rüttelwirkung in alle Richtungen geht.


    Als ich ein Rüttelwerk gebaut habe, bekam ich den Tipp, einen gegenläufigen Antrieb zu bauen, an dem zwei Gewichte angebracht sind. Bei einer Drehung addieren sich die Gewichte oben und unten jeweils, seitlich liegen die Gewichte dann jeweils außen.
    So hebt sich das Rütteln zur Seite auf, nur nach oben und unten wird gerüttelt.


    Ich leg mal ein Bild dazu bei, es handelt sich um den Vibromotor, der in einer angetrieben Bomag-Walze eingebaut war.



    Vielleicht kannst du mit dem Hinweis etwas anfangen ...

  • Hallo Ulli ,



    danke für die Info , Du hast absulut recht .


    Im Prinzip laufen meine Motore genau so ,nur nicht Synchron .


    Außerdem hatte ich sie noch rumliegen .


    Die Version einer Rütteleinheit kenne ich aber ich habe leider nicht ( Maschinentechnisch ) die Möglichkeiten so etwas zu bauen .



    Wer stellt solche Rütteleinheiten her ?


    Frage : wo ist die Rütteleinheit in einer Walze eigentlich montiert innen an der Bandage oder auf der Achse ?



    Grüße Bodo

  • Hallo ,



    langsam geht es weiter .


    Der Motorkasten beginnt zu wachsen .







    Auch alle Schraubenköpfe sind jetzt plan zum Boden geschliffen .





    Was das nötige Gewicht betrifft mache ich mir auch keine Sorgen .


    Die Rüttelplatte wiegt jetzt schon ohne die Motore 313 g .



    Leider muß ich einiges stückeln , habe kein in der Größe passendes Material mehr zu Hause .


    Aber auch Reste müssen mal verarbeitet werden .


    Eines möchte ich noch sagen , die Rüttelplatte wird nicht nach einem Vorbild gebaut , es geht mir nur um die Funktion .



    Grüße Bodo

  • Hallo ,



    ich bin wieder ein ganzes Stück weiter .


    Man glaubt es nicht was man in seiner Restekiste alles entdeckt .


    Messinglochblech , das passt gut zum Thema .



    Seht selbst .







    Messinglochblech als Motorabdeckung .







    Ursprünglich sollte es einen Verbund aus drei Rüttelplatten darstellen , da aber dafür das Lochblech nicht gereicht hat habe ich mich für eine durchgehende


    Lochblechhaube entscheiden müssen . Ich kann damit leben .


    Damit es mir im Betrieb nicht auseinander fällt ist das ganze Gerät verschraubt und verlötet .


    Ach ja , hier mal die Abmessungen : Länge : 145 mm , Breite : 71 mm , Höhe : 45 mm .


    Das Gewicht der Rüttelplatte bisher beträgt 508 g .


    Jetzt warte ich auf die Schwingelemente die auftretende Resonanzen von der Deichsel trennen sollen .


    Hoffentlich klappt es dann auch .



    Muß jetzt erst einmal überlegen wie ich weiter mache .



    Grüße Bodo

  • Hallo ,



    Hups , jetzt ist mir etwas Blei hinein gefallen ! ! !





    Sie wiegt jetzt 677 g .


    Das reicht .



    War gerade , bevor es wieder richtig anfängt zu regnen , mit der Rüttelplatte und einem 7,2 Volt Accu draußen am Sandkasten .


    Platte in den Sand gestellt , Accu angeschlossen , sie brummt los und schon fängt es wieder an zu regnen .


    Das ist das Ergebnis eines sehr kurzen Probelaufes trotz der nicht synchron laufenden Gewichte .






    Nächstes Wochenende ist wieder Fahrtag ,dann wird sie auf dem Parcour getestet dann weiss ich mehr .



    Bis jetzt war es für ein Funktionsmodell Preiswert , sie hat bisher keine 45 .- € gekostet .


    Darin ist wirklich alles enthalten vom Messingblech , Messinglochblech , Messingprofil , Lötzinn , Motore , Kabel ,


    Entstörkondensatore , Blei und die Schrauben .



    Wenn unsere Kleine das schaft dann hätte sie eventuell ab sofort eine zusätzliche Aufgabe .





    So , jetzt ist Schluß für Heute .



    Grüße Bodo

  • Hallo Bodo,


    eigentlich antworte ich viel zu spät, du bist ja schon ein ganzes Stück weiter.
    Trotzdem wollte ich dir die Antwort nicht schuldig bleiben.

    wo ist die Rütteleinheit in einer Walze eigentlich montiert innen an der Bandage oder auf der Achse

    Wir (Daniel + ich) haben zwei solcher Vibroeinheiten gebaut.
    Einmal in einer Bomag 225 und in einem Weller


    In den Bauberichten gibts weitere Infos.


    Mach weiter so :rolleyes:

  • Hallo Ulli ,



    durch Deine Info und jetzt nachdem ich endlich die Berichte gelesen habe verstehe ich auch alle Zusammenhänge auch die der


    Befestigung .


    Endlich ! ! !


    Vielen Dank dafür . :D:



    Grüße Bodo


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    Hallo ,



    sollte Räüpchen den Job übernehmen dann haben wir ein kleines Problem .


    Mit Sicherheit würden die zwei zusätzlichen Motore die Fahrzeit von Räupchen einschränken .


    Das soll nicht sein .


    Also habe ich der Rüttelplatte eigene 2,4 Ah Accu verpasst .



    Das ging nur weil ich mangels Materialmenge eine durchgehende Lochblechhaube machen mußte .


    Jetzt kann ich nur sagen " zum Glück " .



    Damit ist sie auch an anderen Fahrzeugen besser einsetzbar .


    Habe Gestern noch ermittelt das rütteln durch 4,8 Volt mehr bringt als durch 7,2 Volt .


    Ich denke das bei höherer Drehzahl die Stöße so dicht aufeinander folgen das sie sich schon anteilig aufheben .


    Oder so ? ? ?


    Sollten die Accu nicht lange durchhalten dann würde es auf alle Fälle nicht den gesammten Fahrbetrieb stören .


    Und so siehts beim ersten Ladevorgang aus .





    Weitere Fotos folgen wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist .



    Grüße Bodo

  • Hallo ,



    wie versprochen noch ein Foto im geschlossenen Zustand .


    Optisch ist eigentlich ist nur der Schalter und die Ladebuchsen hinzu gekommen .


    Jedoch hat sich das Gewicht durch die Ausrüstung mit Accu verändert es ist jetzt 777 g .


    Prost Schnapszahl .





    Jetzt muß ich gezwungener Weise erst einmal einige Tage pausieren .


    Ich muß auf die Lieferung der Schwingelemente ( Gummi ) warten .


    Ich hasse warten .


    Jedoch ohne die Teile kann ich die Deichsel nicht entwickeln .



    Grüße Bodo

  • Hallo ,



    man soll nicht einfach , so wie ich Gestern , sagen es geht nicht , oder ich muß warten .


    Nachdenken hilft meist weiter .


    So auch jetzt , mir fiel ein wie ich die Resonanzdämpfung fertig bekomme , davon nachher bei der Montage mehr


    Hier ersteinmal die Deichsel im Rohbau .


    Wie man sieht habe ich den Querbalken falsch herum angelötet aber der bleibt jetzt so , keine Lust zum ändern .





    Auch mal gleich die lackierten Rüttelplatten nach dem Duschen .





    Die Deichsel hängt jetzt noch im Keller zum trocknen .



    Grüße Bodo

  • Hallo ,



    nun kurz zu der Dämpfung .


    Ich habe noch einige Dämpfungsgummi wie sie immer bei Servos dabei sind.


    Sie haben einen Außendurchmesser von 6 mm und die Einkerbung ist einen mm kleiner im Durchmesser .


    Also habe ich die drei Löcher in der Deichsel auf 5 mm aufgebohrt und drei Servodämpfungsgummi eingefädelt .


    Zwei zur Befestigung an der Rüttelplatte und Eines für das das Kuppelloch .


    Die Deichselbefestigung an der Rüttelplatte .





    Die Die Kupplungddämpfung .





    Dadurch ist die Deichsel vibrationstechnisch von der Rüttelplatte und vom Zugfahrzeug getrennt .


    Eine M3 Schraube passt fast ohne Reibung durch das innere Loch des Gummi .


    Die Deichsel wird mit zwei M3 Schraube an der Rüttelplatte ohne Klemmung befestigt .


    Durch die Gummi wird die Vibration deutlich unterdrückt .


    Weitere Vibrationen werden von dem Gummi im Kuppelloch abgeschwächt .


    Beim berühren der Rüttelplatte und dem Räupchen sind deutliche Unterschiede festzustellen .



    Aber genug geschrieben , das Räupchen als Zugmaschine für die Rüttelplatte .







    Am Sonnabend ist endlich Fahrtag , danach weiss ich mehr .



    Eigentlich ist das Teil fertig .


    Die Kosten belaufen sich auf knapp 75 .- € .


    Die letzten größeren Beträge entstanden durch den Kauf von Haftvermittler und Farbe .



    Grüße Bodo

  • Hallo Bodo, das schaut richtig gut aus. :Top; :thumbsup:
    Bitte mach mal Bilder vom Rüttelergebnis wenn der Rüttler über die Kettenspur gerüttelt ist. Bin gespannt wie ne Wäscheleine. ;) :Winker:

    Bastelnde Grüße da Wäna
    Übrigens, wer Schreibfehler findet darf sie behalten.

  • Hallo,



    nur zur Info , die Rüttelplattentests werden nicht mehr mit Räupchen gefahren.


    Sie wird nachdem sie umgebaut wurde demnächst an einem Radlader getestet.


    Den Umbaubericht der Rüttelplatte ist unter nachfolgenden BB zu sehen .


    Der Testbericht ist später ebenfalls unter " der Neuaufbau eines gebrauchten Liebherr 574 " nach zu lesen .



    Grüße Bodo

  • Hallo ,


    da ich mit dem Rüttelergebnis bei der gezogenen Platte ( mangels Eigengewicht ) nicht so recht zufrieden


    war habe ich sie mit einem meiner selbstgebauten Schnellwechsler versehen .








    Danach stand für mich fest aus ihr wird ein Anbaugerät für meinen Radi.


    Also den Fahrstrom des Radi mit Anschlüssen nach vorne an die Hubarme gebracht.


    Die Accu aus der Rüttelplatte entfernt und die Motorkabel mit Steckern versehen an der Rüttelplatte nach außen verlegt.


    Dann mal die Rüttelplatte an den Radi montiert .







    Es funktioniert .


    Die Rüttelplatte zeigt jetzt eine erheblich größere Leistung da ich mit dem Radi viel mehr Druck auf die Platte bringen kann .


    Der Versuch hat sich gelohnt .


    Allein schon deswegen weil mein kleiner Radi dadurch vielseitiger einsetzbar ist .



    Grüße Bodo