Beiträge von Lennard

    Was ich auch sehr empfehlen kann, wenn es um das händische Ausschneiden geht, ist das bedruckte Papier mit Sprühkleber auf dem Werkstück zu befestigen. Dann zu erst sowas wie Bohrungen o.Ä. machen und zuletzt aussägen und feilen. Dadurch kann man tatsächlich relativ enge Toleranzen erreichen.

    Habe ich mir von dem Youtube Kanal Clickspring hier abgeschaut


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    Sehr coole Sache. Scheint ja erstmal gut zu funktionieren. Mich würde auch das Druckteil näher interessieren. Könntest du davon mehr Bilder teilen? Gerade auf das Finish von dem Carbon PLA bin ich gespannt und frage mich, wie du das hinbekommst.

    Mag sich nochmal jemand dazu äußern, ob es nicht vielleicht Sinn macht direkt in ein sehr gutes WIG Schweißgerät zu investieren? Auch wenn die Handhabung damit wohl mehr Übung erfordert, traue ich mir das durchaus zu. Hatte das damals in der Ausbildung. Dann hätte ich direkt ein Gerät, das etwas vielseitiger ist.

    Ach, du hast wahrscheinlich recht. Man kauft dann wohl doch wieder zweimal. Dann lieber gleich richtig. Lampert bietet ja auch das M280 an, das speziell für Modellbauer sein soll und wesentlich günstiger ist als ein Puk. Hast du da Erfahrungen zwischen den beiden Geräten?

    Hey, klar gibt es technisch bessere Wege, aber meist sind noch so viele andere Faktoren zu beachten. Leider spielen die Kosten für mich auch eine große Rolle. Natürlich wäre es mit einem vernünftigen WIG Schweißgerät oder eben mit einem Puk nochmal schöner. Diese Geräte sind aber nicht gerade günstig oder kennt da jemand Jemanden? :saint: Platz ist leider auch rar bei mir, sodass ich mir keine großen Acetylen-, Sauerstoff- oder Propangasflaschen hier hinstellen kann.

    ausworms1971 Das habe ich mir beim Löten schon gedacht. Je länger es dauert, desto schlechter wird es. Gut, das mal gelesen zu haben. Jetzt weiß ich auch, dass es mit dem Flussmittel zusammenhängen kann. Danke dafür.

    modeller Danke, wie gesagt, die Kleinteile funktionieren richtig gut und sind unzerstörbar geworden. Deswegen hatte ich auch Zuversicht bei den großen Teile. Dein Bericht im anderen Forum ist echt erstaunlich. Sehr saubere Arbeit. Dazu habe ich noch zwei Fragen:

    1. die beiden Gaskartuschen-Brenner reichen bei dir aus, wenn auch mit Mühe, wie du ja schreibst. Warum schafft es dann mein Roxy-Kit Brenner nicht auf Temperatur, der ja noch mit zusätzlichem Sauerstoff arbeitet. Müsste das nicht sogar wärmer werden?
    2. hast du deine Teile danach komplett geschliffen? Ich sehe keine einzige angelaufene bzw. rußige Stelle oder ist das V2A einfach weniger anfällig für Oxidation?

    Gruß Lennard

    Hallo und vielen Dank für die vielen Tipps.

    - Ich hab es mir zwar schon gedacht, aber dann muss ich wohl doch noch mal in einen größeren Brenner investieren. Nicht so wild, man sucht ja immer einen Grund für das nächste neue Werkzeug :D

    - Außerdem werde ich wohl mal ein paar Versuche mit Weichlot versuchen.

    - Schamottplatten habe ich zwar auch, aber wahrscheinlich zu wenige um die Hitze zu bündeln, guter Hinweis.

    - Die Schaufel hatte ich bereits an mehreren Stellen mit Zwingen zusammengehalten. Das ist aber natürlich noch eine zusätzliche Fläche, an der die Wärme entweichen kann und meinen kleinen Brenner überfordert hat. Noch ein Grund mehr für einen größeren Brenner ;)

    Wie geht ihr denn bei solch großen Bauteilen vor? Ich benutze separates Flussmittel und habe bisher nur die Stellen eingestrichen, die ich löten wollte.... ist ja klar..... und habe entsprechend auch nur lokal die Wärme eingebracht. Sollte ich besser alles einstreichen, das gesamte Bauteil erwärmen und in einem Rutsch löten? Das finde ich aber schwierig, da man ja konstant das Bauteil drehen und wenden muss, um überall ranzukommen. Wie macht ihr das?

    Gruß Lennard

    Ich habe eine Frage an alle Messing-Fetischisten. Ich habe versucht eine Schaufel komplett aus Messingblechen (1mm bis 2mm) zu hartlöten. Leider mit mäßigem Erfolg. Hier mal ein paar Bilder:

    So soll es aussehen:

    Das ist leider aktuell daraus geworden:

    Der Verzug des Bodenbleches ist so extrem, dass ich es nicht mehr richten kann. Jetzt meine Frage: lässt sich der Verzug irgendwie vermindern? Es ist klar, dass es immer Verzug geben wird, aber vielleicht kennt ihr ja ein paar Tipps, die dem entgegenwirken.

    Hier mal meine Gedanken dazu:

    -Hilft es, wenn das Bauteil vorgewärmt wird, z.B. mit dem Heißluftföhn?

    -Ändert die Löt-Reihenfolge etwas? Aktuell habe ich erst die Seiten, dann die unteren Verstärkungsbleche gelötet.

    -Ich bin mir unsicher, ob Weichlöten die Kräfte aushalten würde, gerade im Bereich der Aufnahmen. Vielleicht nur diese Teile Hartlöten und den Rest Weichlöten?

    Ich schätze der Verzug entsteht in erster Linie dadurch, dass mein kleiner Brenner (Rothenberger Roxy Kit Plus) zu lange braucht um dieses große Bauteil lokal zu erwärmen. Die enorme Fläche zieht merklich die Wärme von der Lötstelle weg, also muss ich da lange draufhalten bis das Lot schön fließt. Würde ein größerer Brenner da Abhilfe schaffen oder ist der Wärmeeintrag dabei gleich, bzw. führt das zu dem gleichen Verzug? Vielleicht liegt es aber auch generell an dem schmalen Verstärkungsblech an der Vorderkante, dass ja wohl eine andere Abkühlgeschwindigkeit hat als das große Bodenblech?

    Bei kleinen Teilen funktioniert das Hartlöten hingegen super. Hier mal ein kleiner Vergleich: Ich benutze ein Hartlot mit 55% Silber bei einer Arbeitstemperatur von 650°C und dem passenden Flussmittel.

    Das Gute ist, ich habe noch einen kompletten Blechsatz für eine weitere Schaufel hier. Einen Versuch habe ich also noch :saint:

    Hallo Christian,

    das sieht nach einer soliden Konstruktion aus. Mir ist eine Sache aufgefallen. An dem mittleren Verstärkungsblech berühren sich die Spitzen von den dreieckigen Aussparungen. Da wirst du wahrscheinlich keine hohe Stabilität erzielen und fertigungstechnisch evtl. ein Problem bekommen. Die Kanten verrunden oder mehr Platz zwischen den Dreiecken einplanen sollte helfen. Hier noch mal in Foto von der Stelle die ich meine.

    Noch ein Tipp: über die Tastenkombination: "Windows + Shift + S" lassen sich recht einfach und schnell Screenshots von deiner tollen Arbeit machen.

    Gruß Lennard

    Verstehe nicht ganz, wie dein Modell jetzt aussehen soll und was genau deine Frage ist. Was meinst du mit "innen gefüllt"?
    Es gibt zwei Möglichkeiten:

    1. dein Modell ist jetzt so eine Art Viereck, was das Drucken mit Resin o.Ä. natürlich sehr teuer macht, da sehr viel Material benötigt wird. Abhilfe wäre an dieser Stelle das Modell manuell auszuhöhlen im CAD oder in der Drucksoftware entsprechende Öffnungen vorzusehen.
    2. Die Außenhülle der Haube hat eine bestimmte Wandstärke bekommen, würde also Platz für einen Motor bieten können. Das wäre wohl die beste Option für ein Druck mit Resin oder Pulver. --> weniger Material verschwendet = günstiger. Da musst du dann auch eigentlich nichts mehr vor dem Druck beachten. Eventuell solltest du aber Streben für die nötige Stabilität vorsehen. Hier ist ein Bild von einer meiner Hauben. Fast alles hat eine Wandstärke von 2mm.


    Ich liebäugel da natürlich auch mit dem Photon von Anycubic. Hat den jemand im Einsatz und kann dazu ein paar Worte verlieren?

    Habe den Photon hier im Einsatz. Die Resin-Druckteile werde (wenn sie denn heile rauskommen) immer Spitze. Das bedeutet die einzelnen Schichten kann man kaum noch unterscheiden und die Qualität ist genau so wie es beworben wird. Eine Umstellung zum herkömmlichen Drucken ist es aber alle mal. Man sollte den Drucker wirklich nur für Sichtteile benutzen, da die Stabilität von dem Standardmaterial sehr spröde bleibt nach dem Aushärten oder man muss ordentlich in die Tasche greifen, um besseres Material zu nehmen. Dazu kann ich aber nichts sagen. Teuer ist das Gerät an sich ja jedenfalls nicht. Der Umgang mit dem Harz empfinde ich als nicht so schlimm. Wenn man das ein paar mal gemacht hat, hält sich die Sauerei auch in Grenzen. Ich mache es meist so, dass ich mit Teilen solange warte, bis ich die Druckplattform voll bekomme oder mehrere Teile nach einander Drucken kann, damit ich nicht ständig das Resin aus dem Behält sauber machen muss und es nicht "schlecht wird". Außerdem steht der Drucker wegen des Geruchs im Keller und nicht bei meinem Prusa im Flur. Das einzige was ich bemängeln würde, ist die Ungewissheit, ob ein Druck funktioniert oder nicht. Das lässt sich immer erst sehr spät feststellen, da zu erst die Plattform komplett im Resin-Bad eintaucht und man erst nach mehreren Minuten die Unterseite der hochgefahrenen Platte sehen kann. Vielleicht lässt sich das auch in den Einstellungen verändern, das ist mir bis eben noch nicht in den Sinn gekommen. Der mitgelieferten Software fehlt es an Funktionen. Deswegen benutze ich zur Zeit "Chitubox" welches kostenlos ist und etwas mehr Freiraum beim anbringen der Stützstruktur bietet etc. Als Alternative hab ich mir mal die Formlabs Drucker angesehen, aber auf Grund des Preises das Ganz sehr schnell wieder verworfen. Der nächste Drucker wäre dann der Prusa SL1, welcher zwar auch deutlich Teurer ist, aber den enormen Vorteil hat, dass das Resin-Bad nach jeder Schicht schwenkt . Bei dem Photon ist das leider nicht so. Das führt hin und wieder dazu, dass das ausgehärtete Material nicht an der Plattform haftet sondern an der FEP Folie kleben bleibt und den Druck somit ruiniert. Das ist alles natürlich eine Einstellungssache. Führt aber bei mir dazu, dass ich diesen Drucker deutlich weniger Nutze als meinen Prusa mk2. Trotzdem würde ich ihn weiterempfehlen, da man bei diesem Preis einfach nichts falsch machen kann. Der Support ist übrigens auch bisher Spitze. Ich habe ohne Anstände eine Ersatz Druckplattform bekommen, da meine einen deutlichen Kratzer auf der Oberfläche hatte. Das Aushärten der Druckteile passiert bei mir in einem leeren Karton mit einer UV-Lampe als Deckel.


    Das sind so meine Erfahrungen mit Resindruck und dem Photon. Ich hoffe diese wild aneinander gehängten Gedanken helfen dir weiter. Bei Fragen, gerne melden.