Beiträge von Grundmann

    Hallo Stefan,

    vielen Dank für deine Hinweise. Die sind sehr wertvoll. Du hast Recht, es können sehr große Querkräfte auftreten, wenn man ungenau gearbeitet hat.
    Ich werde auf jeden Fall deine Vorschläge beim nächsten Zusammenbau ausprobieren.

    :hand:

    Viele Grüße
    Sven

    Hi Werner,

    da hast du etwas überlesen. Die Pumpen kann man bei Jung als Dreierkombi bestellen. Wir haben nur die Schluckvolumina der einzelnen Pumpen ausgewählt. Die Kupplung, die du vermutlich meinst, ist die der Dreierpumpe zum Zahnriemenrad des Antriebes. Weiterhin gehen wir davon aus, ohne es zu wissen, dass die drei Pumpen eine Welle aus einem Stück haben.

    Un die Überlegungen zu den elektrischen Komponenten haben sicher ihre Berechtigung. Wir haben bewust auf billige Komponenten für den Start gesetzt, um nicht gleich am Anfang auf das falsche und zurecht teure Markenprodukt zu setzen. Wir haben ja noch ein Leben neben dem Hobby :grins: Aber wir haben schon den nächsten langsameren Motor im Regal liegen. Ich freue mich sehr auf die künftigen Verfeinerungen des Gesamtsystems.

    Der Kühler ist nur eine weitere technische Spielerei von Ingenieuren. Wir planen eine Elektronik, die die Lüfter des Kühlers automatisch schalten, um eine konstante Öltemperatur zu halten. Das finde ich supi, und wenn wir über Sinn und nutzen eines Modellbaggers sprechen wollen, müssen wir eigentlich alle unser Hobby gleich sein lassen, oder?

    Und noch ein letzter Kommentar zum Stufenbagger: Viele, so wie ich auch, sind schon glücklich überhaupt einen Bagger zu haben. Ob der dazu in der Lage ist, dich durch puren Granit zu fressen oder nicht, dürfte dem Spielspaß im Freundeskreis oder alleine kein Abbruch tun.

    Bald gibts neue Bilder
    Sven

    Hallo Werner,

    ich mische mich mal ein. Also die Pumpe wird natürlich über ein Poti in der Drehzahl noch eingestellt. Daher kommen ja auch die Zahlen zwischen 2A und 4A im Leerlauf. Bei einer ruhigen Drehzahl sind es sowas wie 2,3A und bei einer "agressiven" Drehzahl kommen wir auf 4A. Hierbei war noch kein Filter, kein Kühler und auch noch nicht der zweite Ventilblock dazwischen geschaltet. Aber ich erwarte einen Verbrauch von 3A im Leerlauf mit angewärmten Öl und bei gut brauchbaren "Baggergeschwindigkeiten". Darüber hinaus kann man ja noch sehr schön eine automatische Drehzahlabsenkung programmieren, somit würde man im Leerlauf noch mehr Strom sparen und muss trotzdem nicht auf das lansame Anlaufen des Brushless warten.

    Was die exakten Drehzahlen angeht... diese müssen wir noch messen. Aber der Motor läuft bei voll aufgerissenem Regler zu schnell. Wir werden den Brushlessregler sicher im Teillastbereich laufen lassen. Aber die Pulsweitenmodulation dieser Regler ist ja auch dann recht effizient. Eben diese Überlegungen zum Thema Regler im Teillastbereich haben uns ja dazu bewegt (u.A.) diesen großen Motor zu wählen. Denn je dicker der Brushless, desto weniger Umdrehungen pro Volt haben die ja. Eines meiner tollen Infrarotbilder zeigt die Temperatur des Reglers ohne Kontakt zu kühlenden Metallteilen von 57 Grad im Dauerbetrieb. Ist der erst einmal an die Drehbühne geschraubt und bekommt ein wenig Lüftung ab, ist diese Temperatur deutlich niedriger und vertretbar, besonders bei einem 20 Euro Regler!

    Was die Literleistung angeht, so können wir ohne die Drehzahl genau zu kennen ja auch nur die oben genannten Schluckvolumina nennen. Sicher könntne wir auch noch Zahlenwerte von der Auslegung hervorkramen...aber ich messe lieber die tatsächliche Drehzahl. Diese Werte liefern wir nach.

    In Sachen Druck haben wir die drei Hauptfunktionen zZ auf 25bar eingestellt und im Augenblick glaube ich nicht, dass ich höher gehen werde. Mal sehen. Frage an die Experten: Welche Drücke kann man mit Standardausrüstung schadensfrei fahren? (Verschraubungen von SMC und Pneumatikschläuche).

    Soweit so gut...dieses sind die Erfahrungen von wenigen Stunden provisorischem Aufbau, wie in unseren Videos. Mehr werden wir zu berichten wissen, wenn das ganze Gerät mit allen Komponenten fertig ist.

    Beste Grüße
    Sven

    Hallo Stefan,

    ich glaube auch, dass du Recht hast mit der Reibung. Noch eine Information zu dem Antrieb der Pumpen. Das obere Zahnriemenrad ist zweifach kugelgelagert und besitzt eine Klaue, in welche die Welle der Pumpe mit ein wenig Spiel gesteckt wird. Zum Verständnis: Wir können die Pumpen abbauen, ohne den Antriebsriemen abbauen zu müssen. Der Antrieb mit Riemen und Motor kann also auch ohne Pumpe laufen. So belasten wir die Welle der Pumpe ausschließlich mit einem Drehmoment und nicht mit Querkräften. Das Spiel in der Klaue sorgt für einen Ausgleich von kleinen Imperfektionen in der Ausrichtung der Pumpenwelle und des Zahnriehmenrades.

    Den Austausch des Öls und die Reinigung des Filters machen wir auch regelmäßig.

    Kalle: Ja, das wird bestimmt lustig! Aber warte noch ein, zwei Wochen auf unsere Maßnahme gegen die Kernschmelze bei 38.5 °C.

    Beste Grüße
    Sven

    Hallo Tommi und Frank,

    ich wollte es auch nicht als tolle Leistung meinerseits verkaufen, eine Wärmebildkamera verwenden zu können. :)
    Und ganz ehrlich: Wirklich nützlich ist das auch nicht.

    Aber:
    Als riesen Spielkind gefangen im Körper eines Ingenieurs kann ich nicht anders. :warsnicht: Und die Erkenntnisse über Wärmeproduktion und -verteilung finde ich schon spannend. Schaut euch zum Beispiel das nächste Bild an. Hier sieht man den Pumpenträger. Man schaut au die Seite des Zahnriehmens. Dieser hebt sich stark vom Rest ab und zeigt eine deutlich höhere Temperatur.

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    Grüße
    Sven

    @Frank: Was ist das denn für ein schickes Teil? Ist das ein 964D oder 974D ??

    Hallo Leute,

    nachdem wir nun schon eine Weile über Stromsparfunktionen gesprochen haben, möchte ich euch die folgenden Bilder zeigen. Ich habe mir eine Infrarotkamera geschnappt und das Öl eine Weile "gekocht" indem ich es durch das DBV gedrückt habe, indem ich eine Hydraulikfunktion gegen den Anschlag (Zylinder auf Block) gefahren habe. Das DBV macht nämlich nichts anderes, als potentielle Energie (Druck) in Wärme zu wandeln.

    Links abgebildet ist der Aufbau, der auf dem Infrarotbild zu sehen ist (allerdings ohne den orangenen Trichter). Man sieht gut die erhöhte Temperatur der Pumpen und des Öls in allen Leitungen.

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    und hier noch dazu ein Bild des Auslegers mit den Zylindern. Hier ist auch die leicht höhere Temperatur der Zylinder vom warmen Öl zu erkennen.

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    Viele Grüße
    Sven

    Hallo Kalle,

    klar kann man das auch so machen. Kontinuierlich mit Volldampf durchs DBV drücken, bis das Öl kocht, so bekommt man natürlich auch eine Unabhängigkeit der Bewegungsgeschwindigkeiten hin. Aber das ist jetzt nicht unbedingt die elegante Lösung, die Alexander und mir für den 964C zugesagt hat.

    :meinung:

    :ironie: : Das ist halt der Unterschied zwischen Liebherr und CAT :weglach2:

    Beste Grüße
    Sven

    Hi Kalle,

    unser Motor braucht auch 0 Ampere, wenn er abgeschaltet ist!

    :ironie:

    Wir wollen hier auch niemanden missionieren. Wer keine drei Pumpen will, braucht sie nicht. Aber ich möchte noch einmal betonen, dass der Stromverbrauch nichts mit der Anzahl der Pumpen zu tun hat. Das offene System hat einen Einfluss darauf, nicht die Zahl der Pumpen. Die Zahl der Pumpen sorgt für eine Unabhängigkeit der Bewegungsgeschwindigkeiten der drei Hauptfunktionen. Aber das erkläre ich dir gerne einmal bei einem Bier ausführlicher.

    Sven

    Schönen guten Abend!

    Stefan: Was ist denn ein Hybrid Bagger? Was ist in dem Fall mit Hybrid gemeint?

    @All:
    Wer Lust hat, darf sich hier einmal die Dokumentationen der freudigsten Momente während unseres gemeinsamen Projektes ansehen. Zuerst passierte es in Alexanders Keller:

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    Und kurz darauf in meinem:

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    Aber schaut nicht so genau hin, denn Filmen und Steuern gleichzeitig mit einem nagelneuen Gerät ist in der Aufregung nicht ganz leicht 8)

    Viele Grüße
    Sven

    PS: Trotz der Filme....wir wollen wirklich ncihts verkaufen :weglach2:

    Hallo Forum, hallo Hendrick


    Keine Angst, die Pumpen kann man bei Jung so als Dreierkombination bestellen ;) Wir haben nur die drei Schluckvolumina so ausgewählt, dass die richtigen Geschwindigkeiten dabei rauskommen.
    Der Motor muss nicht die dreifache Arbeit leisten, nur wenn alle Zylinder auf Block gefahren sind und aller gleichzeitig gegen Stillstand betätigt werden, verbraucht das System etwas mehr Leistung, als ein geschlossenes Einpumpensystem. Sonst ist es deutlich sparsamer. Ich will auch erklären wieso:

    Generell errechnet sich die strömungsmechanische Leistung der Pumpe aus dem Produkt aus Volumenstrom und Druckdifferenz zwischen Saug- und Druckanschluss. Diese Leistung wird mit einem gewissen Wirkungsgrad aus mechanischer Leistung gewandelt. Diese wiederum mit einem weiteren Wirkungsgrad aus elektrischer Leistung. Bei einem offenen System ist diese Druckdifferenz im Leerlauf klein, weil drucklos in den Tank gefördert wird. Sagen wir der Einfachheit halber, dass die Pumpe dafür 1bar aufbauen muss. In unserem Fall teilt sich der Volumenstrom noch in drei kleinere auf. Dadurch werden die Verluste in den Leitungen kleiner, weil wir drei Leitungen haben. Wenn wir ein Ventil öffnen, fördern die anderen zwei immer noch drucklos und entsprechend sparsam.

    Im Vergleich dazu fördert ein Einpumpensystem, auch wenn es offen ist, bei Betätigung eines Ventils den kompletten Volumenstrom gegen den anliegenden Druck, und nicht nur einen Teil. Ist also hier schon weniger sparsam. Wenn es sich um ein geschlossenes System handelt, fördert diese Pumpe sogar kontinuierlich gegen zB. 30bar, auch im Leerlauf. Damit ist dieses System 30 Mal durstiger, als unseres.

    Was jedoch stimmt, ist dass die drei Pumpen bei der Energiewandlung in strömungsmechanische Leistung mehr Verluste durch mechanische Reibung haben als nur eine. Womöglich kompensiert sich dieser Effekt mit den kleineren Verlusten durch dreifachen Leitungsquerschnitt.

    In einem Testaufbau hatte ich eine Stromaufnahme im Leerlauf des Systems zwischen 2 und 4 Ampere, je nach Drehzahl.

    Diese Betrachtungen sind sicher nicht vollständig in allen Details, aber zeigen die Grundidee der Auslegung des Systems. Aber allzu ernst sollte man das nicht nehmen…es ist nur eine Werkkellerbeschäftigung zum seelischen Ausgleich ;)

    Beste Grüße
    Sven

    Hi Tommi,

    wir haben zwar den Typ SME (Super Mass Excavation) gewählt, aber uns kommt es bei der Pumpenlösung nicht auf hohe Geschwindigkeit an ;)

    Uns ging es um die Unabhängigkeit der Bewegungsgeschwindigkeiten. Mit dem System ist es egal, wie viele Bewegungen gleichzeitig gemacht werden. Jede Bewegung läuft mit der Auslegungsgeschwindigkeit, entsprechend der Kreis/Ringfläche des Kolbens und des Schluckvolumens und der Drehzahl der jeweiligen Pumpe.
    In der Regel werden keine 10bar (eher 5) für die leeren Bewegungen gebraucht, um den Durchsatz der Pumpe bei Nenndrehzahl in den Zylinder zu bekommen. Sollten irgendwo Verluste sein (nicht aufgebohrte Verschraubungen) so erhöht sich einfach der Druck im System, bis der Durchfluss wieder stimmt. Die einzige Möglichkeit einer Änderung der Bewegungsgeschwindigkeit ist eine Drehzahländerung des Motors unter Last. Dafür haben wir den Motor übelst überdimensioniert. Der macht alles im Leerlauf... merkt gar nicht, wenn Last abgefordert wird. Und wenn doch, so greift die Drehzahlregelung unserer der Brushless-Regler. Wir haben Heli-Regler im Govenor-Mode verwendet. Dieser regelt (nicht nur ein Drehzahlsteller) tatsächlich die Drehzahl des Motors und hält die Drehzahl unabhängig von der Last konstant. Das kann man hören, das ist echt chick!

    Die Bewegungsgeschwindigkeiten bei unseren 964 sind anhand von Filmen und Daten der echten Geräte ermittelt und übernommen worden. Also alles geschmeidig, kraftvoll und nicht hektisch, wie es sich für einen 70to Bagger gehört 8)

    Beste Grüße
    Sven

    Guten Abend Forum,

    vielen vielen Dank für euer Interesse! :Danke1:


    Hallo Stefan,

    dieser Maschinenpark steht in meinem Keller! Ich habe im Lotto gewonnen und einen Techniker, der die Maschinen alle betreibt gleich noch mitangestellt.
    :staunen:
    ...

    Neee, leider nicht. Schön wäre es! Wir haben die Teile kommerziell erworben.
    Beste Grüße
    Sven

    So Leute,
    jetzt zum Wechsler. Hier haben wir auf ein weiteres Rapid-Prototyping Verfahren gesetzt. Dieses Mal das Selektive Laser Sintern in Edelstahl. Hierbei wird Schicht für Schicht Edelstahlpulver unter Schutzatmosphäre aufgetragen und dann per Laser zum Bauteil verschmolzen. Wer Lust hat, kann einmal dieses Video ansehen. Hier wird einer der Wechsler gerade gefertigt. (Und noch ein paar andere Teile, die aber später gezeigt werden :thumbup: )

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    Dabei rausgekommen ist dann das hier:

    Im letzten Bild könnt ihr in der großen Bohrung drei Löchlein sehen. Die beiden an den Rändern werden im Bauteil zu einem einzelnen Kanal zusammengeführt und an einen der beiden Schlauchnippel geführt. Das Loch in der Mitte wird an den zweiten Nippel geführt.

    Zusammen mit den hier im Bild gezeigten mit O-Ringen bestückten Messingbuchsen bildet das Bauteil die kleinen Hydaulikzylinder, die zwei kleine gehärtete Bolzen (leider nicht im Bild) um etwa 4mm herausschieben können.

    Außerdem im Bild: Die zwei Wangen des Wechslers ebenfalls aus Edelstahl.

    Gleich gibts Bilder vom fertigen Wechsler.

    Viel Spaß
    Sven

    Hi Bernd,

    das klingt gut, sag uns doch, auf welches Maß ihr aufgebohrt habt. Danke!

    Jetzt kommen noch ein paar Bilder des Hebels am Viergelenk. Zunächst noch ein Foto von den Innereien des Stiels. Hier laufen die Hydraulikrohre für den Wechsler drin.

    Gleich kommt der Wechsler.

    Sven

    Hallo zusammen!

    vielen Dank für die Anerkennung und das Lob!
    @ Frank (Frahag): Dein Tipp, die Verschraubungen aufzubohren, klingt nach Erfahrung. Kannst du uns sagen, auf welchen Durchmesser du sie aufgebohren würdest?

    Gleich gibts die Bilder vom Wechsler.

    Grüße
    Sven