Beiträge von Alexander

    Hiho,

    dann gibt es jetzt noch Bilder von der Drehdurchführung. Diese ist aus PA6G gefertigt und kpl. redundant aufgebaut. Am Rand haben wir 2 Messingringe mit denen wir die 12V in den Unterwagen befördern. Um Störungen zu vermeiden drücken jeweils 2 federbelastete Kontakte pro Pol auf die Ringe. Die Steuersignale übertragen wir durch einen Telefonkabelentwirrer der leider nicht mit auf den Bildern ist. Dieser hat 4 Goldkontakte von den jeweils zwei zusammengeschaltet sind. Da die Regeler für die Antriebsmotoren im Unterwagen sitzen, kommen wir damit aus.

    hier das Unterteil...

    und das Oberteil der Drehdurchführung

    Hallo zusammen!

    @ Werner: Also geplant ist eine Pumpendrehzahl zwischen 2500 u. 3000 U/min, was einer Motordrehzahl von 5000-6000 U/min entpricht. Die Druckeinstellungen müssen wir später am fertigen Modell noch abstimmen. Aber da sind wir durch die 6 DBV´s ja völlig frei. Wie Sven schon geschrieben hat, fangen wir mal mit 25 bar an. Und ein "Stufenbagger" soll es auch nicht werden.... dafür haben wir ja einen Schnellwechsler und verschiedene Löffelbreiten sind in Planung. ;)

    @ Stefan: Deine Bedenken bei der Kupplung sind richtig. Aber zum einen haben wir sehr genau gearbeitet und Spiel in alle Richtungen vorgesehen. Die abgeflachte Welle liegt nur mit den Kanten an und das Gegenstück ist aus Messing. Beim eingelaufen wird sich die Welle die nötige Anlagefläche holen und rund laufen. Man darf halt nicht ständig die Pumpe abbauen, aber das haben wir auch nicht vor.

    @ Frank: Was soll man nach so einem Lob noch sagen....ich bin sprachlos! Vielen, vielen Dank!!!!! :)
    Ich freue mich auf schon auf das erste Treffen! :trinken:
    Stimmt, die Drehdurchführung haben wir noch nicht gezeigt.... ich schau mal, ob ich noch Bilder habe oder mache welche.

    Hallo,

    das ist im Prinzip ganz einfach. Das Rückschlagventil kommt in die Leitung vom Steuerventil zur Kolbenseite des Zylinders. Und zwar so, das ein zurückströmen des Öls zum Steuerventil gesperrt wird. Dann noch eine Verbindung von der Ringseite zum Steueranschluß X und fertig.

    Fährst Du den Zylinder aus, kann das Öl ungehindert durch das Rückschlagventil in den Kolbenraum fließen. Wenn nun eine Last auf den Zylinder kommt, kann es nicht mehr zurück, weil die Leitung gesperrt ist. Willst Du den Zylinder wieder einfahren, wird das Rückschlagventil durch den Druck der Ringseite (an der ja auch die Steuerleitung sitzt) entsperrt und das Öl kann aus dem Kolbenraum entweichen. Das ist alles.

    Hallo Werner,

    ich gehe mal ganz stark davon aus, das es nur eine Welle ist. Es könnte sein, das sie aus 3 Teilstücken besteht die dann über eine Art Klauenkupplung miteinander verbunden werden. Ich hoffe Du hast verstädniss dafür, das ich die funktionierende Pumpe nicht zerlegen werde um Dir die Frage genauer beantworten zu können.

    Genau genommen dient der Simmering nur zu Abdichtung der Welle nach außen und da genügt einer. Die eigentliche Abdichtung erfolgt durch die Passung Welle/Bohrung von Gehäuse. Die angesprochene Querbohrung dient zur Rückführung des Lecköls das den Weg bis zum Simmering findet. Ohne diese Bohrung würde sich das Öl davor stauen, der Innendruck würde ins Nirvana gehen und den Simmering beschädigen bzw. herausdrücken. Bei der Bestellung der Pumpe kann man angeben, ob sie zusätzlich gegen innere Leckage abgedichtet werden soll. Wir haben bewußt darauf verzichtet, da diese Option 2 zusätzliche Dichtungen und somit Reibung bedeuten würde. Da wir eh in allen 3 Stufen das selbe Öl fahren, ist das auch nicht erforderlich.

    Wenn man sich die Datenblätter von Jung ansieht, benötigt die IPZ0-HR2 (das Beispiel passt gerade) mit einem Schluckvolumen von 0,06 cm³/U bei 3000 U/min und 20 bar eine Leistung von 12 W. Die IPZ1-HR3 mit 0,18 cm³/U hat bei gleichen Bedingungen eine Leisstungaufnahme von 36 W, also drei mal so viel. Soweit so gut...und jetzt kommt das schöne... Sieht man sich das Datenblatt von der IPZ0-HR-2-3f an (ganz unten auf der Seite von Jung) muss man feststellen, das eine 3-fach Kombination bei gleichen Randbedingungen nur 32 W benötigt. Das sind rund 10% weniger! Das Datenblat hat mich auch erst auf die Idee mit der 3-fach-Pumpe gebracht. Zwischengrößen gibt es keine. Wir haben 2 mal 0,12 cm³/U für Hub- und Löffelzylinder und 1 mal 0,18 cm³/U für den Stiel gewählt und sind mit den Geschwindigkeiten ganz gut zufrieden.

    Der Motor zieht im Leerlauf rund 1,6A und der Riementrieb hat einen Wirkungsgrad von ca. 0,82. Das sind dann zusammen 2A. Im Leerlauf bemerkt der Motor von der Pumpe fast nichts. Bei dem Probelauf habe ich eine starke Abhänigkeit von der Drehzahl feststellen können. Genauere Daten über den Stromverbrauch können wir aber erst nennen, wenn alles dem Endstand entspricht und eingelaufen ist.

    Den Hauptvorteil in Sachen Stromverbrauch versprechen wir uns von dem offenen System. Und da dieses bei der gleichzeitigen Betätigung mehrerer Bewegungen mit nur einer Pumpe nicht das gelbe von Ei ist, haben wir uns halt für 3 Pumpen entschieden. Wir haben 3 Kreisläufe die fast immer nur im Teillastbereich betrieben werden müssen. Und wenn wir bei einer Funktion mal 100% Leistung benötigen, müssen wir nicht das kpl. System auf max. Druck hochfahren sondern nur ein drittel vom ganzen. Aber der eigentliche Grund waren die Zylindergewschindigkeiten.... egal was wir machen, die einzelnen Funktionen können sich gegenseitig nicht beeinflussen!

    ... und das bekommt man mit Mischfunktionen an der Funke nicht so gut hin wie mit unserer Lösung. :meinung:

    ich hoffe alle Fragen beantwortet zu haben... wenn noch was unklar sein sollte, einfach noch mal nachhaken. :Winker:

    Hiho!

    @ Thomas: Das hättest Du wohl gerne.... aber daraus wird nichts. :Zunge: Die C-Serie war geplant und wird auch fertig gebaut.
    Mit neuen Bildern dauert es ab jetzt ein bisschen, das ist der aktuelle Stand. Aber wir bleiben dran und werden über unsere Baufortschritte berichten

    @ Kalle: Jau, Kernphysik bei Kalle.... wieviel Bier müssen wir da trinken das es sich halbwegs plausibel anhören wird?

    @ Stefan: Wenn man nur die rein mech. Reibung betrachtet, ist es theoretisch schon ein wenig mehr, weil die Zahnräder (die alle auf einer Welle sitzen) ja wirklich 3 mal vorhanden sind. Die laufen aber kpl. im Öl und somit ist der Reibungskoeffizient sehr klein. Der größte Energiefresser wird die Dichtung sein. Diese ist aber nur einmal vorhanden und somit gibt es keinen Unterschied zur einfach-Pumpe. Beim Rest sehe ich es genau so, ob ich nun 1l/min mit einer oder mit 3 Pumpen fördere... die benötige Leistung ist die selbe. Ich glaube aber auch nicht wirklich , das es einen messbaren Unterschied gibt.

    Hier habe ich noch Bilder vom Pumpenträger. Für die Kupplung zur Pumpe haben wir uns an die Lösung von Jung angelehnt und übertragen nur das reine Moment.

    einmal die Pumpenseite....

    und einmal die Lagerung der Riemenscheibe....

    .... ach männo.... jetzt müssen wir von vorne anfangen.... :motzen:

    @ Frank: Danke für das Bild, aber ich denke wir bauen da nichts mehr um. Die C-Serie ist schon ok! :)


    Das mit der Infrarotkamera darf bitte nicht zu ernst genommen werden... als Sven mir die Bilder geschickt hat, ist mir erst mal die Kinnlade auf den Tisch geknallt und dann habe ich nur noch lachen müssen. Ich hatte ja schon geschrieben, das uns das ganze Projekt ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist. Da sitzt man Abends mit einem Bier zusammen im Skype und fängt an zu spinnen, was man alles machen könnte... wie zum Beispiel mit der Pumpe. Das war einfach nur so eine Idee um gleichmäßige Geschwindigkeiten zu realisieren und dann haben wir angefangen uns damit zu beschäftigen.... haben mal zu Ende gesponnen und sind gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, das wir es so machen sollten..... und wie man sieht sind wir auch verrückt genug es dann auch noch wirklich umzusetzen! :schreck:

    Aber es macht einen riesen Spass sich alles gemeinsam auszudenken und zu bauen! Da sind wir wie zwei kleine Kinder... oder schlimmer... :D

    Ey Kalle, das finde ich jetzt nicht fair von Dir. Erst behaupten das Deine Hydraulikanlage so ein Stromsparwunder ist und dann nicht sagen warum.... ich will es doch nur verstehen!

    @ Frank: Danke für die Erklärung. Dann läuft die Pumpe bei 170% (Blauzahn Einstellung) also bei "realen" 85%... Richtig?

    Hallo Stefan,

    Dank je wel!!!! Dein Lob bedeutet uns besonders viel! :)

    Den Baubericht von Deinem Bagger habe ich mir stundenlang angesehen.... meiner Meinung nach ist es das beste Modell, was je gebaut worden ist! :Top:

    Und wie Du schon geschrieben hast... ein Liebherr ist etwas besonderes! :thumbup:

    Die Pumpe bringt soviel Oel , wenn ich das steuerventie für den Arm ganz auf mache ( nur DAS ) fliest immer noch oel über das DBF in den Tank zurück . Erst wenn ich alle drei Steuerventiele voll auf mache fliest kein Oel mehr in den Tank zurück . Ich war selber überrascht . Aber es ist so , das geht bei über 31 Bar . Und die Pumpe leuft nur mit 170 % leistung . Blauzahn einstellung . Wenn ich das bei 26 Bar machen will brauche ich die volle leistung von der Pumpe , 2,6 Liter .

    Gruß Kalle

    Hallo Kalle,

    wenn ich das richtig verstanden habe, förderst Du konstant so viel Öl wie für die maximale Gewschindigkeit aller Zylinder benötigst, wenn sie gleichzeitig gefahren werden. Wenn nur eine Funktion gefahren wird begrenzt Du den Volumenstrom durch Deine Leitungen, die als "Blende" herhalten müssen und jagst den Rest durchs DBV.... das ist ist soweit klar. Deswegen sind bei Dir keine Unterschiede bei den Geschwindigkeiten zu sehen.

    Aber zwei Sachen schnalle ich absolut nicht...
    Was meinst Du mit 170% Leistung und warum braucht Dein Antrieb bei 26 bar mehr Leistung als bei 31bar??? :Denk:
    Mit welcher Geschwindigkeit (m/s) presst du das Öl durch die Leitungen.... Das muss ja so was von im turbulenten Bereich sein. :staunen:

    ach Kalle... jetzt lass doch mal die 3 Pumpen einfach 3 Pumpen sein. Sicher geht es auch mit einer Pumpe. das haben hunderte von Modellbauern so gemacht und wir behaupten ja auch nicht, das es eine schlechte Lösung ist!
    Wir haben uns halt was überlegt um gleichmäßige Geschwindigkeiten in allen Betriebszuständen zu realisieren. Damit wollen wir einen flüssigen Bewegungsablauf erreichen.... mehr nicht. Und das funktioniert. Ob das nun für den Gesamtstromverbrauch gut oder schlecht ist können wir im Moment gar nicht sagen. Aber die mechanische Reibung spielt bestimmt die kleinste Rolle bei der Sache.

    Du bist zufrieden mit Deiner Lösung bei Deinen CAT´s und wir sind zufrieden mit unserer Lösung. Lassen wir es einfach dabei und gut isses. OK?

    ... und hier habe ich noch ein paar Bilder von der Drehbühne. Die bis heute Abend von mir gezeigten Bilder stellen den aktuellen Bauzustand meines Bagges dar. Das Steinschlagschutzgitter hat Sven für uns beide gebaut. An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes DANKESCHÖN an Sven für dieses tolle Bauteil! :Danke1:

    Nabend Forum!

    @ Thomas: Danke für die Blumen! Wir sind mit den Bewegungsabläufen ganz zufrieden. :)

    @ Stefan: Danke für Deine Erklärung zum Thema Hybridbagger. Das System kenne ich. Hier gibt es einen Artikel über das Thema.

    @ Kalle: Ja, dafür drei Pumpen. Im Leerlauf benötigen wir ca. 2-4 A. Unsere Überlegungen zum Antrieb hat Sven ja bereits eine Seite vorher im Beitrag 97 beschrieben. Nach den ersten Testläufen sind wir mit dem Konzept sehr zufrieden.... ob es aufgeht können wir z.Z. noch nicht sagen, weil unsere Modelle noch nicht fertig sind.


    Und jetzt geht es zur Verkleidung. Hier haben wir uns für Messing als Hauptmaterial entschieden. Zum einen lässt es sich sehr gut verarbeiten, ist stabiler als Aluminiumblech und man kann die Einzelteile prima verlöten. Der Öltank ist ebefalls kpl. aus 1mm Messingblech.

    Die rechte Seite mit noch nicht ganz fertigen Öltank:

    Und die linke Seite der Verkleidung:

    Die Türen und Klappen haben wir nur durch Einfräsungen angedeutet, da man durch lösen von 2 Schrauben die kpl. Seitenteile abnehmen kann.

    Hallo Frank,

    einen schönen Bagger hast Du Dir da zugelegt! Mich würde die Technik unter der Verkleidung interessieren. Wäre schön, wenn du uns davon mal einige Bilder zeigen könntest.

    Ich sehe mir so "alte" Maschinen (Originale) für mein Leben gerne an und finde es jammerschade, das es die meisten Traditionfirmen wie zb. Hannomag, O&K, Krupp, Gottwald usw. nicht mehr gibt... oder verkauft worden sind.